Topshop: Britische Marke, Jeans & Mode für Damen und Herren
Topshop ist der Inbegriff des coolen British Style — eine High-Street-Marke, die seit Jahrzehnten die Lücke zwischen erschwinglicher Alltagsmode und echter Laufsteg-Ästhetik füllt. Was 1964 als Untermarke im Sheffield-Kaufhaus begann, ist heute ein globales Modekonzept, das Models, Designer und Celebrities gleichermaßen anzieht. Marken wie Asos, Calvin Klein und Adidas stehen im gleichen Segment — doch Topshop hat eine einzigartige britische Identität entwickelt, die es von allen anderen unterscheidet.
Die Entstehung einer Kultmarke
1964 eröffnete das Kaufhaus Peter Robinson in Sheffield eine Unterabteilung für junge Mode unter dem Namen „Peter Robinson’s Top Shop“. Das Konzept: günstige, trendige Mode für die Jugend, die sich teure Designer nicht leisten konnte, aber trotzdem stilvoll gekleidet sein wollte.
Als Peter Robinson in den 1970er Jahren die Pforten schloss, stand Topshop bereits auf eigenen Beinen. Die Marke wurde selbstständig — und wuchs. Erst in Großbritannien, dann international. Was als Kaufhausprojekt begann, wurde zu einer der weltweit bekanntesten High-Street-Marken.
Topshop hat es geschafft, britischen Street Style massentauglich zu machen, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren. Das ist die eigentliche Leistung dieser Marke.
Die wichtigsten Meilensteine
- 1964: Gründung als Untermarke von Peter Robinson in Sheffield
- 1970er: Topshop wird eigenständige Marke, erste Expansion in UK
- 2000er: Internationale Expansion, Kooperationen mit Stars und Designern
- 2016: Erste Stores in Deutschland
- Heute: Topshop ist primär als Online-Marke unter ASOS aktiv
Untermarken: Unique, Boutique und Topman
Topshop Unique
Topshop Unique war die Premium-Linie des Labels und wurde jährlich auf der London Fashion Week präsentiert. Die Stücke lagen preislich über dem normalen Topshop-Niveau und orientierten sich an Runway-Ästhetik. Fließende Stoffe, raffinierte Schnitte, reduzierte Farbpaletten — Topshop Unique war der Beweis, dass High Street und High Fashion keine Widersprüche sind.
Topshop Boutique
Moderne, schlichte Mode für junge, stilbewusste Frauen. Boutique kombinierte aktuelle Trends mit zeitloser Qualität und positionierte sich zwischen dem normalen Sortiment und der Unique-Linie.
Topman
Die Männerlinie von Topshop spricht den gleichen urbanen, stilbewussten Kunden an — nur männlich. Von Basic-Tees über strukturierte Blazer bis zu Statement-Outerwear: Topman folgte demselben Ansatz wie Topshop, vollständig auf eine männliche Zielgruppe zugeschnitten.
Topshop und die Model-Welt: Stars auf dem Catwalk
Kaum eine britische Modemarke hat so konsequent auf echte Kooperationen mit Models und Stars gesetzt wie Topshop. Diese Zusammenarbeit war keine reine Marketing-Strategie — sie hat die Marke kulturell geprägt.
Für angehende Models in Deutschland und Großbritannien waren Topshop-Kampagnen früher ein Karriereziel: sichtbar, bezahlbar für Kunden, trotzdem mit echtem Prestige verbunden.
Kate Moss als Gast-Designerin
Einer der klügsten Züge in der Geschichte von Topshop: Die Verpflichtung von Kate Moss als Gast-Designerin. Moss gilt als eine der größten Stilikonen des britischen Mode-Universums — und ihr Look ist untrennbar mit dem British-Chic verbunden, den Topshop verkörpert. Die Kollektionen, die Moss für Topshop entworfen hat, waren kommerziell extrem erfolgreich und verstärkten die kulturelle Relevanz der Marke erheblich.
Was das für Models bedeutet: Eine gute Kooperation zwischen einer Marke und einem Model schafft eine Win-win-Situation. Das Model gibt der Marke Authentizität, die Marke gibt dem Model Reichweite. Genau das ist das Prinzip hinter erfolgreichen Model-Kooperationen — egal ob auf dieser Ebene oder in kleinerem Rahmen.
Beyoncé: Ivy Park für Topshop
2016 lancierte Beyoncé ihre Sportkollektion „Ivy Park“ exklusiv für Topshop — ein globaler Medienereignis. Die Kollektion umfasste alles von Sport-BHs über Leggings bis zu Streetwear-Basics in einer durchdachten, athletischen Ästhetik. Das war kein klassisches Celebrity-Endorsement, sondern eine eigene Designlinie — und sie war sofort ausverkauft.
Kendall und Kylie Jenner
2015 brachten Kendall und Kylie Jenner ihre erste gemeinsame Kollektion „Kendall & Kylie“ für Topshop heraus. Fließende Stoffe, kalifornische Prints und ein lässiges Lebensgefühl — ein Gegenentwurf zur typisch britischen Topshop-Ästhetik, der trotzdem perfekt zur Zielgruppe passte.
Bekannte Kooperationen mit Designern
Topshop war immer dann am stärksten, wenn es Zusammenarbeit mit Designern aus der High Fashion wirklich ernst nahm. Zu den wichtigsten Kollaborationen zählen:
- Christopher Kane — elegante, konzeptionelle Stücke zum Topshop-Preis
- Celia Birtwell — Blumenprints und florale Ästhetik der Swinging Sixties
- David Koma — strukturierte Bodycon-Designs, körperbetont und glamourös
- Marios Schwab — feminine Silhouetten mit moderner Strenge
- Alexander McQueen — dramatisch, künstlerisch, unvergesslich
Topshop Jeans: Kultstatus im Denim-Bereich
Topshop hat im Denim-Bereich echte Klassikermodelle geschaffen. Diese Jeans stehen stellvertretend für den Topshop-Stil:
Jamie Jeans: Der enge Klassiker
Die Jamie Jeans ist eine enge Skinny-Silhouette mit hohem Bund und minimalistischem Finish. Sie war über Jahre eines der meistverkauften Topshop-Produkte weltweit — ein Beweis dafür, wie klassische Passformen zeitlos relevant bleiben.
Mom Jeans: Comeback mit Kultstatus
Topshop hat den Trend der Mom Jeans mitgeprägt. Die lockere Passform mit hohem Bund, Used-Look-Waschungen, Knee-Rips und rohen Kanten ist ein echter Topshop-Signaturlook. Bis heute wird diese Passform von anderen Marken imitiert.
Joni Jeans: Superenge Kultjeans
Die Joni Jeans ist noch enger als die Jamie — eine echte Strumpfhosen-Silhouette aus Denim. In verschiedenen Waschungen und Beschichtungen (auch Leder-Optik) war die Joni der definitive Topshop-Denim-Moment der 2010er Jahre.
Topshop fördern junge Talente: NewGen und Fashion East
Topshop war eines der wenigen High-Street-Labels, das aktiv in die Nachwuchsförderung der Modebranche investiert hat. Die beiden Programme NewGen und Fashion East ermöglichten es aufstrebenden Designerinnen und Designern, auf der London Fashion Week präsent zu sein — mit finanzieller Unterstützung von Topshop.
Das war mehr als Marketing: Es war eine echte Investition in die britische Modeindustrie. Models, die für diese Nachwuchs-Designer liefen, sammelten früh wichtige Catwalk-Erfahrung und wurden oft von größeren Marken entdeckt. Die Sedcard und das Portfolio spielen gerade bei solchen Nachwuchs-Castings eine entscheidende Rolle.
Der Flagship-Store am Oxford Circus
Das bekannteste Topshop-Geschäft der Welt liegt am Oxford Circus in London — mit rund 8.400 Quadratmetern auf fünf Etagen eines der größten Modegeschäfte der Welt. Der Store bot:
- Einen Laufsteg für regelmäßige Shows und Events
- Einen eigenen Haarsalon
- Mehrere Restaurants und Cafés
- Personal-Shopping-Service
- Exklusiv nur hier erhältliche Produkte
Der Oxford-Circus-Store war mehr als ein Kaufhaus — er war eine Experience, ein Markenversprechen zum Anfassen. Models, die für Topshop-Shows oder In-Store-Events gebucht wurden, genossen die Bühne am zentralsten Modekaufhaus Londons.
Topshop heute: Der neue Besitzer und die Online-Zukunft
Nach der Insolvenz des Mutterkonzerns Arcadia Group 2020 kaufte Asos die Topshop-Marke und das Online-Inventar. Seitdem ist Topshop primär als Online-Label aktiv — ein Zeichen der Zeit. Stationärer Einzelhandel ist unter Druck, digitale Marken gewinnen. Topshop hat diesen Wandel früher als viele Konkurrenten vollzogen — wenn auch unter schmerzhaften Umständen.
Was Topshop für Models und Castings bedeutet
Topshop war eines der bekanntesten Labels für aufstrebende Models in Europa. Kampagnen-Jobs, Katalog-Shootings und Catwalk-Auftritte für Topshop galten als karrierefördernd und sichtbar. Wer sich als Model in diesem Segment bewegt, sollte auf das Model-Gehalt und die üblichen Verdienste bei Kampagnen dieser Größenordnung vorbereitet sein.
Die wichtigsten Faktoren für Castings bei Marken dieser Größe:
- Professionelle Sedcard mit aktuellen Aufnahmen
- Erfahrung in E-Commerce oder Lifestyle-Shootings
- Körpergröße im Bereich 175–185 cm (Frauen), 183–195 cm (Männer)
- Natürliche, anpassungsfähige Ausstrahlung für Marken-Kampagnen
Q&A zu Topshop
Gibt es Topshop noch?
Ja — Topshop existiert als Online-Marke weiter. Seit der Übernahme durch Asos wird die Marke digital weitergeführt. Physische Stores gibt es aktuell nicht mehr im großen Stil.
Wer hat Topshop gegründet?
Topshop entstand 1964 als Untermarke von Peter Robinson, einem britischen Einzelhändler. Als Peter Robinson Konkurs anmeldete, wurde Topshop eigenständig und entwickelte sich zur Kultmarke.
Was ist der Stil von Topshop?
British High Street trifft auf London Fashion Week — das ist der Kern des Topshop-Stils. Modern, urban, erschwinglich, aber mit klarem Bezug zur aktuellen Mode. Keine reine Massenware, aber auch kein Luxus.
Wer hat für Topshop gemodelt?
Topshop hatte ein breites Spektrum an Models — von Supermodels wie Kate Moss und Naomi Campbell bis zu neuen Gesichtern aus der Londoner Nachwuchs-Szene. Das ist der eigentliche Topshop-Vorteil: Die Marke war sowohl für bekannte Names attraktiv als auch offen für neue Talente.
Marken wie Topshop: Ähnliche Labels im Vergleich
Asos: British Online-Fashion
Asos hat Topshop übernommen und vertreibt die Marke heute digital. Als eigene Marke ist Asos ebenfalls stark im britischen High-Street-Markt und positioniert sich ähnlich: jung, divers, urban, erschwinglich. Mehr zu Asos: Asos — Kleid, Fischerhut und Nike Air Force
Zara: Spanischer Konkurrent mit globalem Footprint
Zara spielt in einem ähnlichen Preissegment, hat aber eine andere kulturelle DNA. Wo Topshop British und urban ist, ist Zara international und schnell in Kollektionswechseln. Mehr dazu: Zara — Marke und Modestil
Modemarken: Der große Überblick
Topshop ist eine von Hunderten Fashion-Brands, die den globalen Modemarkt prägen. Wer tiefer in die Welt der Modemarken eintauchen möchte, findet im Überblick alle wichtigen Labels nach Stil, Herkunft und Preissegment.























