Jimmy Choo, Michael Kors, Versace und Kate Spade – jetzt unter einem Dach
Die Modewelt hat selten eine Konsolidierung dieser Größenordnung erlebt: Jimmy Choo, Michael Kors, Versace und Kate Spade – vier ikonische Namen, die einst unabhängig voneinander die Laufstege der Welt prägten – sind heute unter dem Dach eines einzigen Konzerns vereint. Was viele als unwahrscheinlich abgetan hätten, ist Realität geworden. Und für angehende Models, Fashionistas und Branchenkenner ändert das mehr als nur Organigramme: Es verschiebt Machtverhältnisse, verändert Casting-Strategien und eröffnet gleichzeitig völlig neue Chancen für Talente, die in der Mode Fuß fassen wollen.
Capri Holdings: Das Imperium hinter den großen Namen
Hinter der Allianz dieser Luxusmarken steht Capri Holdings – ein amerikanisches Modekonglomerat, das mit gezielten Übernahmen ein Portfolio aufgebaut hat, das heute zu den einflussreichsten der globalen Luxusindustrie zählt. Was mit Michael Kors als Kernmarke begann, wuchs durch die Akquisition von Jimmy Choo und schließlich Versace zu einem echten Powerhouse heran. Kate Spade wurde bereits früher in den Konzern integriert und ergänzt das Portfolio um eine jüngere, lifestyle-orientierte Zielgruppe.
Diese Art der Markenkonzentration ist in der Luxusbranche kein Einzelfall – man denke an LVMH oder Kering – doch die Geschwindigkeit, mit der Capri Holdings gewachsen ist, hat selbst Brancheninsider überrascht. Für Models bedeutet diese Struktur: Wer bei einer dieser Marken Fuß fasst, bewegt sich automatisch in einem Ökosystem mit globaler Reichweite. Wer wissen möchte, was man als Model mitbringen muss, sollte verstehen, wie solche Konzernstrukturen die Anforderungen an Talente prägen.
Die vier Marken im Überblick
| Marke | Herkunft | Positionierung | Bekanntestes Segment |
|---|---|---|---|
| Michael Kors | USA | Accessible Luxury | Taschen, Ready-to-Wear |
| Jimmy Choo | Großbritannien | Ultra-Luxury | High Heels, Schuhe |
| Versace | Italien | Haute Couture / Luxury | Couture, Accessories |
| Kate Spade | USA | Contemporary Luxury | Taschen, Lifestyle |
Was die Konsolidierung für Castings bedeutet
Wenn Marken unter einem Konzern fusionieren, ändert sich häufig auch die Art, wie Talente gesucht und gebucht werden. Casting-Direktor:innen arbeiten markenübergreifend, Lookbooks werden konzernweit koordiniert, und Showrooms in Modemetropolen wie Mailand, Paris und New York teilen sich zunehmend Ressourcen. Für Models, die ein Casting vorbereiten wollen, ist es daher wichtiger denn je, die Philosophie hinter jeder einzelnen Marke zu kennen – und nicht nur oberflächlich zu wissen, wofür ein Name steht. Eine gut vorbereitete Modelmappe für das Casting kann dabei den entscheidenden Unterschied machen.
Was diese Markenwelt von Models erwartet
Wer für Brands wie Versace auf dem Laufsteg steht oder Jimmy Choo-Kampagnen trägt, wird nicht zufällig gecastet. Die Anforderungen sind hoch, aber nicht unüberwindbar – wenn man die richtigen Voraussetzungen mitbringt und weiß, wo man ansetzen muss. Luxusmarken suchen nicht nur Gesichter, sondern Charaktere. Haltung, Ausstrahlung und Bewegungssicherheit sind mindestens genauso gefragt wie klassische Maße.
- Professionelle Grundhaltung und Ausstrahlung
- Erfahrung mit High-Fashion-Laufstegen
- Vielseitigkeit in Editorial und Kampagne
- Internationale Bereitschaft und Flexibilität
- Stabile Agenturanbindung im Luxussegment
Viele angehende Models fragen sich, ob sie den Anforderungen überhaupt entsprechen können. Die gute Nachricht: Die Modeindustrie hat sich geöffnet. Wer die klassischen Maße nicht vollständig erfüllt, kann trotzdem Chancen haben – etwa als Curvy Model oder durch eine Modelagentur ohne Mindestgröße. Auch Models mit großen Größen werden zunehmend von internationalen Brands gebucht.
„Die großen Konzerne suchen keine Klone. Sie suchen Gesichter, die eine Geschichte erzählen – für Kampagnen, die weltweit funktionieren müssen.“
Maße und Mindestvoraussetzungen realistisch einschätzen
Bevor man sich bei Agenturen bewirbt, die High-Fashion-Brands wie diese vertreten, sollte man sich ehrlich mit den eigenen Model-Maßen und Voraussetzungen auseinandersetzen. Für klassische Runway-Jobs liegt die Mindestgröße bei Modelagenturen oft noch höher als im kommerziellen Bereich. Wer diese Voraussetzungen erfüllt und zudem gut ausgebildet ist, hat realistische Chancen – besonders wenn man frühzeitig mit einer seriösen Modelagentur zusammenarbeitet.
Der Weg in die Welt dieser Luxusmarken
Der direkte Weg zu Brands wie Michael Kors oder Versace führt fast immer über eine etablierte Modelagentur. Ohne professionelle Vertretung ist es nahezu unmöglich, an die Castings dieser Konglomerate heranzukommen. Der erste Schritt ist deshalb, die richtigen Schritte zum Model werden zu kennen und strukturiert vorzugehen.
Regionale Einstiegsmöglichkeiten in Deutschland
Wer in Deutschland startet, hat gleich mehrere starke Anlaufstellen. Eine Modelagentur in Berlin ist oft der erste Schritt für Talente aus dem Norden und Osten Deutschlands, während eine Modelagentur in Hamburg besonders im kommerziellen Bereich stark aufgestellt ist. Für Talente aus dem Rhein-Main-Gebiet lohnt sich ein Blick auf Model werden in Frankfurt. Wer international denkt, sollte zudem prüfen, welche Agenturen auch in London oder in New York Niederlassungen haben – denn genau dort sitzt das Management für Brands wie Jimmy Choo und Versace.
Fashion Weeks als Sprungbrett
Die wichtigsten Schauen der genannten Marken finden im Rahmen der großen Fashion Weeks statt. Wer Laufsteg und Catwalk professionell beherrscht und an den richtigen Big 4 Fashion Weeks teilnimmt, erhöht seine Sichtbarkeit enorm. Die London Fashion Week ist traditionell die Heimat von Jimmy Choo, während Versace bei der Mailand Fashion Week glänzt. Michael Kors dominiert regelmäßig die New York Fashion Week. Auch die Paris Fashion Week und die Fashion Week Berlin bieten Chancen, sich im Umfeld dieser Marken zu positionieren.
- London Fashion Week → Jimmy Choo Heimspiel
- Mailand Fashion Week → Versace & Italian Luxury
- New York Fashion Week → Michael Kors & Kate Spade
- Paris Fashion Week → Internationales Top-Segment
Finanzielle Realität: Was Models wirklich verdienen
Trotz glamouröser Oberfläche ist es wichtig, die wirtschaftliche Realität des Modellebens zu kennen. Wer für Luxusmarken arbeitet, kann sehr gut verdienen – aber der Einstieg ist oft beschwerlicher als erwartet. Bevor man Geld verdient, entstehen Kosten: Fotoshootings, Sedcard, Reisen. Deshalb sollte man wissen, ob eine Modelagentur Geld verlangt – und wenn ja, warum das oft ein Warnsignal ist. Seriöse Agenturen arbeiten ausschließlich auf Provisionsbasis. Eine Modelagentur ohne Gebühren ist daher der Standard, auf den man bestehen sollte.
Was ein erfahrenes Model mit Luxus-Buchungen verdienen kann, variiert stark – doch die Zahlen können beeindruckend sein. Mehr dazu unter was verdient ein Model. Für viele ist Modeln nebenberuflich ein realistischer Einstieg, der parallel zum Studium oder Beruf möglich ist – und langfristig zum Vollzeitjob werden kann.
Checkliste für den Einstieg in die Luxusmode-Welt:
- ☐ Ehrliche Selbsteinschätzung der eigenen Maße und Stärken
- ☐ Professionelle Bewerbungsfotos erstellen lassen
- ☐ Modelmappe / Sedcard vorbereiten
- ☐ Recherche zu seriösen Agenturen mit Luxus-Kontakten
- ☐ Agentur anschreiben mit kurzem, professionellem Anschreiben
- ☐ Casting-Termine gezielt vorbereiten und üben
- ☐ Fashion Weeks verfolgen und Marktkenntnis aufbauen
- ☐ Keine Agentur wählen, die Vorabgebühren verlangt
Wer den Schritt wagen will, kann direkt ein Casting bei CM Models wahrnehmen oder sich über das Anschreiben einer Modelagentur informieren. Einen strukturierten Einstieg bietet auch die Übersicht der Top 10 Modelagenturen. Und für alle, die konkret loslegen wollen: Jetzt bewerben und die erste Chance ergreifen.
Häufige Fragen zur Markenwelt von Capri Holdings
Welche Marken gehören zu Capri Holdings?
Zu Capri Holdings gehören aktuell die drei Hauptmarken Versace, Jimmy Choo und Michael Kors. Kate Spade war ebenfalls Teil des Portfolios, wurde jedoch im Rahmen strategischer Umstrukturierungen separat betrachtet. Das Kernportfolio deckt Segmente von Accessible Luxury bis Ultra-Luxury ab und ist global in den wichtigsten Modemetropolen vertreten.
Kann ich mich direkt bei diesen Marken als Model bewerben?
Direkte Bewerbungen bei Luxusmarken wie Versace oder Jimmy Choo sind in der Regel nicht der übliche Weg. Diese Marken arbeiten ausschließlich mit etablierten Modelagenturen zusammen, die ihnen geeignete Talente vorstellen. Der richtige Weg ist daher, zunächst eine seriöse Agentur zu finden, die Kontakte in das Luxussegment hat. Erste Orientierung bieten die Top 10 Modelagenturen und die Tipps zur seriösen Agenturauswahl.
Welche Maße brauche ich für High-Fashion-Brands?
Für klassische Runway-Shows bei Marken wie Versace oder Michael Kors gelten nach wie vor strenge Richtwerte: Für Frauen liegt die bevorzugte Größe häufig zwischen 175 und 182 cm, mit schlanker Silhouette. Für Männer sind es in der Regel 185–192 cm. Allerdings öffnet sich die Branche zunehmend – besonders im Bereich der Kampagnen und Editorials. Eine detaillierte Übersicht bietet der Artikel zu Model Maßen und Voraussetzungen.
Lohnt sich ein Einstieg als Model in der heutigen Markenwelt?
Absolut – aber mit realistischen Erwartungen. Die Konsolidierung großer Marken unter einem Dach wie Capri Holdings bedeutet, dass Castings koordinierter und professioneller ablaufen als je zuvor. Talente mit echtem Potenzial werden schneller entdeckt, wenn sie gut aufgestellt sind. Wer die richtigen Schritte zum Model werden kennt und mit einer guten Agentur zusammenarbeitet, hat in diesem Umfeld echte Chancen – auch ohne vorherige Erfahrung.










