Modelagentur Englisch
Wer ernsthaft als Model arbeiten will, stößt früher oder später auf eine unsichtbare Barriere: die Sprache. Nicht die Grammatik, nicht der Akzent — sondern die Fachbegriffe. Ein Casting Director in Paris fragt nach deinem „Book“, der Fotograf in Mailand spricht von „Editorial Shots“, und die Agentur in New York will wissen, ob du schon „Runway Experience“ hast. Wer dann schweigt oder rät, verliert den Job. Dieses Glossar gibt dir alles, was du brauchst — vom ersten Bewerbungsgespräch bis zur internationalen Fashion Week.
Die wichtigsten englischen Fachbegriffe für Models
Die Modeindustrie hat eine eigene Sprache entwickelt, die weltweit einheitlich verwendet wird. Egal ob du dich bei einer seriösen Modelagentur bewirbst oder dich über die Top 10 Modelagenturen informierst — überall begegnen dir dieselben Begriffe. Hier sind die absoluten Grundlagen, die jedes Model kennen muss:
- Book / Portfolio: Deine Modelmappe
- Agency: Die Modelagentur
- Go-See: Vorstellungstermin bei Kunden
- Casting: Vorsprechen / Vorsprechen für Jobs
- Call Time: Beginn der Arbeit am Set
- Wrap: Ende des Drehs oder Shootings
- Rate: Dein Honorar / Stundensatz
- Exclusive: Exklusivvertrag mit einer Agentur
- On Option: Vorgemerkt für einen Job
- Runway: Der Laufsteg / Catwalk
Begriffe rund um Bewerbung und Vertrag
Bevor du überhaupt an einem Shooting teilnimmst, durchläufst du einen bürokratischen Prozess, der vollständig auf Englisch stattfindet. Wenn du eine Modelagentur anschreiben möchtest, solltest du wissen, dass eine „Submission“ deine Bewerbungsunterlagen bezeichnet. Die „Mother Agency“ ist deine Hauptagentur, die dich an andere Agenturen weltweit vermittelt. Ein „Non-Exclusive Contract“ bedeutet, dass du gleichzeitig mit mehreren Agenturen arbeiten darfst — relevant, wenn du nebenberuflich modeln möchtest. Das „Management Fee“ ist der Anteil, den die Agentur von deinen Einnahmen einbehält. Wichtig: Eine Modelagentur ohne Gebühren verlangt niemals Vorauszahlungen — wer das fordert, ist unseriös.
Begriffe am Set und bei Shootings
Am Set hat jedes Wort Gewicht, weil Zeit Geld ist. „High Fashion“ bezeichnet den gehobenen, künstlerischen Bereich der Mode — der Gegensatz dazu ist „Commercial“, also Werbefotografie für Massenprodukte. Ein „Editorial“ ist eine redaktionelle Modestrecke für Magazine, oft weniger kommerziell, aber enorm wichtig für dein Portfolio beim Casting. „TFP“ steht für „Time for Print“ oder heute häufiger „Time for Portfolio“ — du arbeitest ohne Bezahlung, bekommst aber die Bilder. „Retouching“ ist die Nachbearbeitung der Fotos. Der „Art Director“ ist für das kreative Gesamtkonzept verantwortlich, der „Stylist“ für die Kleidungsauswahl.
Agenturen, Verträge und das internationale System verstehen
Das globale Agenturensystem funktioniert anders als viele Einsteiger erwarten. Eine Agentur in Deutschland wie eine Modelagentur in Berlin oder eine Modelagentur in Hamburg ist häufig mit internationalen Partner-Agenturen vernetzt. Das Prinzip: Deine Heimatagentur ist die „Mother Agency“, sie platziert dich bei „Affiliate Agencies“ im Ausland. Dort bist du dann als „Foreign Model“ geführt.
„Ein Model, das die Fachsprache beherrscht, signalisiert Professionalität noch bevor ein einziges Foto gemacht wurde. Agenturen merken sofort, ob jemand wirklich vorbereitet ist.“
— Internationaler Casting Director
Vertragstypen im Überblick
| Begriff | Bedeutung | Typische Situation |
|---|---|---|
| Exclusive Contract | Exklusiv bei einer Agentur | Hauptkarriere, Vollzeit-Modeln |
| Non-Exclusive Contract | Mehrere Agenturen erlaubt | Nebenjob, Einsteigerinnen |
| Development Contract | Aufbauvertrag für Newcomer | Junge Models im Aufbau |
| Freelance Agreement | Projektbezogene Zusammenarbeit | Erfahrene Models ohne Bindung |
| Option Agreement | Jobvormerkung ohne Garantie | Kundenpräsentation läuft noch |
Wer sich fragt, ob eine Modelagentur Geld verlangt, findet in den englischen Vertragsbegriffen klare Warnsignale: „Registration Fee“, „Portfolio Fee“ oder „Training Fee“ sind in seriösen Agenturen schlicht unbekannt. Was Agenturen verdienen, kommt ausschließlich aus der „Commission“ — also einem Prozentsatz deiner Einnahmen.
Fashion Weeks und internationales Runway-Vokabular
Die Fashion Weeks sind der Olymp der Modelbranche. Die Big 4 Fashion Weeks — New York, London, Mailand und Paris — sind der Maßstab für alle anderen Veranstaltungen weltweit. Wer dort auf dem Laufsteg und Catwalk läuft, braucht nicht nur Talent, sondern auch das richtige Vokabular. Die New York Fashion Week, die London Fashion Week, die Mailand Fashion Week und die Paris Fashion Week bilden den internationalen Kalender, an dem sich die gesamte Branche orientiert — auch die Fashion Week Berlin.
Die wichtigsten Runway-Begriffe
- Walk: Die Laufsteg-Präsentation des Models
- Lineup: Aufstellung der Models backstage
- Fitting: Anprobe vor der Show
- Dresser: Person, die beim Umziehen hilft
- Opening / Closing: Erster / letzter Look der Show
- Final Walk: Gemeinsamer Abschlussgang aller Models
- Look Book: Bildkatalog einer Kollektion
Wer als Model in London arbeiten oder in New York durchstarten möchte, muss diese Begriffe nicht nur kennen, sondern sie automatisch verwenden — auf dem Set, in der E-Mail an den Kunden, im Gespräch mit dem Styling-Team.
Bewerbung, Casting und Voraussetzungen auf Englisch
Auch wenn du in Deutschland startest — etwa als Curvy Model oder beim Weg zum Modeln in großen Größen — wirst du früher oder später englische Formulare und Anfragen bearbeiten müssen. Die Voraussetzungen, um Model zu werden, sind international ähnlich, aber die Begriffe variieren. „Stats“ bezeichnet deine Körpermaße — also das, was auf Deutsch als Model-Maße und Voraussetzungen bekannt ist. „Height“ ist die Körpergröße, und wer sich über die Mindestgröße bei Modelagenturen informiert hat, weiß: Es gibt auch Agenturen ohne Mindestgröße, die bewusst auf Diversität setzen.
Deine englische Bewerbungs-Checkliste
- ☐ Aktuelle „Stats“ (Maße) parat haben
- ☐ „Comp Card“ mit Fotos vorbereiten
- ☐ Kurzes „Bio“ auf Englisch formulieren
- ☐ Casting vorbereiten nach Plan
- ☐ „Previous Experience“ auflisten
- ☐ Kontaktdaten der „Mother Agency“ notieren
- ☐ „Availability“ für Termine klären
- ☐ Englische E-Mail-Vorlage erstellen
Wer die Schritte zum Model werden kennt und sich beim Casting bei CM Models bewirbt, sollte darauf vorbereitet sein, dass das Bewerbungsgespräch teilweise auf Englisch geführt wird. Auch als Model in Frankfurt ist internationales Auftreten gefragt — die Kunden sind global, auch wenn der Standort Deutschland ist. Mehr zu Verdienst und Honoraren findest du unter Was verdient ein Model. Informiere dich außerdem über deutsche Modedesigner, die häufig international arbeiten und auf englischsprachige Kommunikation setzen. Wenn du bereit bist, starte direkt mit deiner Bewerbung als Model.
Häufige Fragen zum Thema Modelagentur Englisch
Was bedeutet „Go-See“ bei einer Modelagentur?
Ein „Go-See“ ist ein Vorstellungstermin, bei dem du ohne konkreten Jobauftrag zu einem Fotografen, Designer oder Kunden gehst, um dich vorzustellen. Es ist kein Casting im klassischen Sinne — kein Job wird direkt vergeben. Ziel ist es, einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen und ins „Book“ des Kunden aufgenommen zu werden. Go-Sees sind in der internationalen Modelbranche standard — besonders in New York, Mailand und Paris.
Was ist der Unterschied zwischen „Editorial“ und „Commercial“?
„Editorial“ bezeichnet Modestrecken in Magazinen wie Vogue oder Harper’s Bazaar — kreativ, künstlerisch, oft schlecht bezahlt, aber extrem wertvoll für das Portfolio. „Commercial“ meint klassische Werbefotografie für Marken, Kataloge oder Online-Shops — gut bezahlt, weniger prestigeträchtig. Die meisten erfolgreichen Models kombinieren beides strategisch.
Was bedeutet „On Option“ und wie sollte ich damit umgehen?
„On Option“ bedeutet, dass ein Kunde dich für einen bestimmten Termin vorgemerkt hat, aber noch keine finale Buchung vorliegt. Du darfst in dieser Zeit keine anderen Jobs für denselben Zeitraum annehmen, ohne den Kunden vorher zu informieren. Wenn ein zweiter Kunde buchen will, fragt deine Agentur beim ersten Kunden nach, ob er „confirmed“ oder „released“ — also bestätigt oder freigegeben. Dieser Prozess läuft vollständig auf Englisch.
Muss ich fließend Englisch sprechen, um bei einer Modelagentur erfolgreich zu sein?
Fließend ist ideal, aber nicht zwingend von Anfang an notwendig. Entscheidend ist, dass du die Fachbegriffe kennst und professionell kommunizieren kannst — per E-Mail, im Briefing und am Set. Viele Models lernen das berufliche Englisch durch die Arbeit selbst. Wer die Grundbegriffe aus diesem Glossar beherrscht und regelmäßig englische Branchenmedien liest, ist gut gerüstet für den internationalen Einstieg.










