Candice – Model aus Paris im Interview

Sie lebt in Paris, jobbt in Mailand, London und New York – und verdient dabei echtes Geld. Candice ist das, was viele junge Menschen träumen: ein Model mit echter Agentur, echter Karriere und einem Alltag, der weit weniger glamourös ist, als Instagram vermuten lässt. Im Interview spricht sie über ihren Einstieg, die härtesten Momente, das Geld – und was sie rückblickend niemals wieder tun würde. Kein Hochglanz-Märchen. Klartext aus der Branche.

Wie Candice ins Modeln eingestiegen ist

Candice war 17, als sie das erste Mal von einer Agentur angesprochen wurde – nicht auf der Straße, sondern über eine Online-Bewerbung. „Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Ich dachte, man schickt Fotos, bekommt Jobs und verdient Geld. So einfach ist es natürlich nicht.“ Wer wissen will, welche Voraussetzungen Model werden überhaupt erfordert, stellt schnell fest: Es geht weit über gute Gene hinaus.

Bevor sie ihren ersten bezahlten Auftrag hatte, lagen Monate intensiver Vorbereitung. Sie lernte, wie man sich für ein Casting vorbereiten muss, legte ihre erste Modelmappe für Casting an und durchlief mehrere Probecastings ohne Gage. „Das kostet Zeit, Nerven und manchmal auch Geld für Anreise und Fotos. Wer das unterschätzt, ist schnell frustriert.“

Der erste Kontakt mit einer Modelagentur

Candice betont, wie wichtig die Wahl der richtigen Agentur ist. „Ich habe vorher genau recherchiert, welche Agenturen seriös sind und welche nur kassieren wollen.“ Der Unterschied zwischen einer seriösen Modelagentur und einer unseriösen liegt oft in einer einfachen Frage: Wer zahlt hier eigentlich wen? Eine echte Agentur verdient an der Vermittlung – wer eine Modelagentur Geld bezahlen soll, bevor überhaupt ein Job existiert, sollte die Finger davon lassen. Besser ist der Weg zu einer Modelagentur ohne Gebühren.

Für alle, die konkret wissen wollen, wie ein solcher Start aussieht, lohnt sich ein Blick auf die Model werden Schritte – von der Bewerbung bis zum ersten Shooting.

  • Keine Agentur zahlen, bevor ein Job da ist
  • Mehrere Agenturen vergleichen
  • Bewertungen und Erfahrungsberichte lesen
  • Verträge vor Unterschrift prüfen lassen

Was das Modeln im Alltag wirklich bedeutet

Paris klingt romantisch. Der Alltag eines Models dort ist es weniger. Candice beschreibt ihre typische Woche als Mischung aus Wartesaal, Fitnessstudio, Castings und gelegentlichen Shootings. „Ich war am Anfang oft tagelang unterwegs, ohne einen einzigen gebuchten Job zurückzukommen. Das zehrt.“

Besonders die Reisen zwischen den Modezentren – Paris, Mailand, London, New York – sind anstrengender als sie klingen. Zu den Paris Fashion Week Terminen, den Mailand Fashion Week Terminen oder der London Fashion Week kämpfen hunderte Models um eine Handvoll Laufsteg-Spots. Wer wissen will, wie man sich auf dem Laufsteg und Catwalk behauptet, merkt schnell: Technik ist alles.

Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag

Was viele nicht wissen: Der finanzielle Ertrag ist gerade am Anfang überschaubar. Candice war ehrlich überrascht, wie wenig nach Agenturprovision, Reisekosten und Ausgaben für Selbstvermarktung übrig bleibt. Wer sich fragt, was verdient ein Model, sollte nicht nur auf die Topgagen schauen – die Realität sieht für die meisten deutlich nüchterner aus.

Für viele ist deshalb Modeln nebenberuflich der sinnvollere Einstieg: Sicherheit durch einen Hauptjob, Flexibilität für Castings.

„Ich habe gelernt, dass Durchhalten allein nicht reicht. Man muss auch klug sein – wissen, wann man Ja sagt, wann Nein, und welche Agentur wirklich für einen arbeitet.“

— Candice, Model aus Paris

Maße, Größe und was die Agenturen wirklich erwarten

Candice ist 1,77 m groß – damit liegt sie im klassischen Bereich für Laufsteg-Bookings. Aber sie betont ausdrücklich: „Die Branche verändert sich. Es gibt heute mehr Raum für unterschiedliche Typen als früher.“ Wer sich über Model Maße und Voraussetzungen informiert, stellt fest: Die Anforderungen variieren je nach Segment erheblich.

Die klassische Mindestgröße Modelagentur liegt für Laufsteg bei 1,75 m – aber das ist kein universelles Gesetz mehr. Es gibt längst Agenturen, die auch kürzere Models vertreten, sowie spezialisierte Bereiche wie Curvy Model werden oder Model werden große Größen. Wer explizit nach einer Modelagentur ohne Mindestgröße sucht, wird fündig – der Markt ist diverser geworden.

Internationale Unterschiede im Überblick

Markt Typische Mindestgröße Schwerpunkt Fashion Week
Paris 1,75 m+ Haute Couture, Editorial Paris Fashion Week
Mailand 1,75 m+ Laufsteg, Luxusmarken Mailand Fashion Week
London ab 1,70 m möglich Avantgarde, Newcomer London Fashion Week
New York ab 1,72 m möglich Commercial, Magazin New York Fashion Week
Berlin flexibel Lifestyle, Streetwear Fashion Week Berlin

Was Candice rückblickend anders machen würde

Auf diese Frage antwortet Candice ohne Zögern: „Ich hätte früher die richtigen Fragen gestellt – und mir eine bessere Agentur gesucht.“ Ihre erste Agentur war nicht schlecht, aber auch nicht ideal. Heute weiß sie, worauf es ankommt: Transparenz, Kommunikation, klare Verträge und eine Agentur, die aktiv für ihre Models arbeitet. Ein Blick auf die Top 10 Modelagenturen lohnt sich ebenso wie eine gründliche Recherche, bevor man eine Modelagentur anschreibt.

Für den deutschen Markt empfiehlt sie, die großen Standorte zu kennen: Eine gute Modelagentur Berlin oder eine Modelagentur Hamburg kann ein solides Fundament bieten, bevor man international denkt. Wer direkt in größere Märkte will, findet unter Model werden in London oder Model werden in New York konkrete Orientierung.

Checkliste: Was vor der ersten Bewerbung erledigt sein sollte

  • ☐ Aktuelle Ganzkörper- und Portraitfotos erstellen
  • ☐ Maße und Konfektionsgröße kennen
  • ☐ Erste Modelmappe zusammenstellen
  • ☐ Agenturen auf Seriosität prüfen
  • ☐ Casting-Termine im Kalender blocken
  • ☐ Vertragsbedingungen verstehen
  • ☐ Eltern/Vertrauensperson einbeziehen (unter 18)
  • ☐ Realistische Erwartungen an Verdienst entwickeln

Wer all das im Kopf hat und trotzdem oder gerade deshalb durchstarten will, kann direkt ein Casting bei CM Models einreichen oder sich über Jetzt bewerben auf den Weg machen. Und wer sich den Schritt durch die Big 4 Fashion Weeks vorstellt, sollte wissen: Es beginnt fast immer mit einem ersten, mutigen Schritt – genau wie bei Candice.

  • Zuerst den deutschen Markt kennenlernen
  • International erst nach Erfahrung denken
  • Nicht auf schnelles Geld setzen
  • Netzwerk von Beginn an aufbauen

Häufige Fragen rund ums Modeln

Wie alt sollte man sein, um mit dem Modeln zu beginnen?

Die meisten Agenturen arbeiten mit Models ab 16 Jahren, mit Einverständnis der Eltern auch früher. Für den kommerziellen Bereich ist ein Einstieg ab 18 oft einfacher, da keine zusätzlichen Schutzvorschriften gelten. Wichtig: Ein guter Zeitpunkt ist dann, wenn man körperlich und mental bereit ist – nicht wenn Druck von außen entsteht.

Muss ich für meine Modelmappe Geld ausgeben?

Nein – seriöse Agenturen verlangen keine Vorauszahlungen für Shootings oder Mappen. Anfangsfotos können mit einem guten Smartphone und natürlichem Licht entstehen. Wer in professionelle Bilder investieren will, sollte das erst tun, wenn eine Agentur konkretes Interesse signalisiert hat.

Wie funktioniert die Arbeit während der Fashion Weeks?

Die großen Modewochen in Paris, Mailand, London und New York sind die wichtigsten Buchungsperioden des Jahres. Models reisen von Show zu Show, oft mehrere Castings pro Tag. Die Buchungen kommen kurzfristig, die Bezahlung variiert stark. Erfahrene Models planen diese Wochen weit im Voraus – Unterkunft, Reise und Zeitfenster müssen sitzen.

Kann man auch ohne Topmaße ein erfolgreiches Model werden?

Ja – der Markt hat sich deutlich geöffnet. Neben dem klassischen Laufsteg-Segment gibt es starke Nachfrage nach Curve-, Petite- und Commercial-Models. Wer die klassischen Maße nicht erfüllt, sollte gezielt nach Agenturen und Segmenten suchen, die zum eigenen Typ passen – statt sich an unpassenden Standards zu messen.

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